Intelligent vernetz - Strom und Wärme

Bayerische Gemeinde Bodenmais mit innovativer Wärmeversorgung für private Anwohner und Gewerbetreibende

Bislang war die beschauliche niederbayerische Gemeinde Bodenmais hauptsächlich bekannt als attraktive Touristenregion – mit gut 900.000 Übernachtungsgästen im Jahr zählt Bodenmais sogar zu den beliebtesten Touristenregionen im Bayerischen Wald. Ein weiterer Imageträger ist die ortsansässige Firma Joska, eine der traditionsreichsten Glashütten in Deutschland und zugleich Weltmarktführer für Kristall- und Glaspokale.

Doch seit dem Frühjahr 2015 verfügt Bodenmais nun noch über ein weiteres Aushängeschild, denn als eine der ersten Gemeinden in Deutschland verfügt die 3000-Seelen-Ortschaft über ein so genanntes  „kaltes“ Nahwärmenetz. Das in einer Mischstruktur angelegte Gewerbegebiet hat sich sowohl mit seinen Privathaushalten als auch mit den ansässigen Gewerbetreibenden dazu entschlossen, seine Wärmeversorgung über diese neue, äußerst innovative regenerative Technologie laufen zu lassen.

Dabei hat alle Anschlussteilnehmer die enorme Leistungsfähigkeit eines „kalten“ Nahwärmnetzes überzeugt, wodurch sich eine klare ökologische Zielsetzung für die zukünftige Wärmeversorgung der Gewerbegebiets Bodenmais definieren lässt: eine Reduzierung des Energieaufwands um rund 70% - bei gleichzeitiger CO2-Einsparung von ebenfalls fast 70%.

Das Gewerbegebiet in Bodenmais besteht aus einer bunten Mischstruktur, was sich entsprechend in der Charakteristik der Anschlussteilnehmer an das Nahwärmnetz wiederspiegelt: So findet sich unter den Anschlussteilnehmern die Dorfbäckerei, eine Tankstelle, ein 4-Sterne Wellness Hotel oder die beliebte Pizzeria im Ortskern genauso wie 12 private Ein- und Mehrfamilienhäuser.

Insgesamt erstreckt sich die autarke Energieversorgung der Anschlussteilnehmer über eine Fläche von 50.000 qm. Die recht umfangreiche Dimensionierung des Nahwärmenetzes in Bodenmais war ursprünglich eigentlich gar nicht so geplant, wie Christian Zelzer, Initiator dieser besonders Ressourcen schonenden Form der Wärmeversorgung sowie Inhaber der ortsansässigen Sanitär- und Heizungsfirma , verrät.

„Am Anfang wollte ich eigentlich nur für mein Wohnhaus und meine gewerblichen Flächen die Energieversorgung über ein Nahwärmenetz realisieren. Aber dann hat sich mein Vorhaben – typisch für eine kleine Gemeinde wie Bodenmais – schnell herum gesprochen. Mich haben mit der Zeit immer mehr Nachbarn auf das Konzept angesprochen. Und anscheinend hat sie das umweltfreundliche und energieeffiziente Konzept überzeugt, so dass wir heute in Bodenmais tatsächlich von einem echten Versorgungsnetz sprechen können."

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