Auszeichnung Leitprojekt 2015

Bayerisches Umweltnetzwerk prämiert kommunales Energieversorgungskonzept von Dollnstein als Leitprojekt 2015

Das ressourcenschonende Wärmeversorgungssystem der oberbayerischen Gemeinde Dollnstein überzeugte das bayerische Umweltnetzwerk KUMAS, Augsburg bei der diesjährigen Ausschreibung. Entsprechend prämiierte KUMAS die kommunale Energieversorgung der Dollnsteiner mit der Auszeichnung eines ökologischen Leitprojekts 2015.

In jedem Jahr prämiiert KUMAS maximal drei Leitprojekte und unterstützt damit die Entwicklung und Umsetzung innovativer, regenerativer Ideen und Vorhaben in Bayern. Was deutschlandweit im Laufe der nächsten zehn bis fünfzehn Jahre umgesetzt werden soll, ist in Dollstein heute bereits Realität: Eine intelligente Wärmeversorgung durch ein Nahwärmenetz, das bedarfsgerecht und variabel ausschließlich die Wärme liefert, die auch tatsächlich in den Dollnsteiner Haushalten und Gemeindegebäuden gebraucht wird.

Ressourceneffizienz als ein zentrales Thema des dritten Jahrtausends wird bei diesem Projekt lt. Jurybegründung beispielhaft umgesetzt. Die Konzeption für die intelligente Wärmenutzung in Dollnstein lieferte der ortsansässige Energiespezialist ratiotherm mit seiner Idee, die über das ganze Jahr konstante Temperatur des Grundwassers im Altmühltal alsprimäre Energiequelle nutzbar zu machen.

Auf dieser Basis wurde ein so genanntes „kaltes Wärmenetz“ entwickelt, welches die unterschiedlichen Komponenten zur Energiebereitstellung wie Sonne, Grundwasser, Blockheizkraftwerk und Gas (für die Spitzenlastabdeckung) stets bedarfsgerecht und klimaschonend aufeinander abstimmt.

Die Effizienzwerte können sich sehen lassen: So konnte die Gemeinde im ersten Betriebsjahr desNahwärmenetzs ihren CO2-Ausstoß um 70 Prozent reduzieren – die staatliche Vorgabe bis 2025 liegt geradeeinmal bei 30 Prozent. Insgesamt muss bei diesem Konzept nur noch 51% an Primärenergie eingesetzt werden, um auf eine Wärmeleistung von 100% zu kommen.

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