Systemtechnik für Quartiere
Gleitendes Netz Haßfurt (2016)

Im Zuge der Stadtentwicklung plante die Stadt Haßfurt das Neubaugebiet Am Osterfeld II bereits von Anfang an mit Nahwärmeversorgung. Die Stadtwerke verfolgen damit den konsequenten Kurs, die Stadt mit dezentral Erzeugter Energie aus Erneuerbaren Quellen zu versorgen. Durch den hohen Dämmstandard der Gebäude im Neubaugebiet und die damit einhergehende geringe Leistungsdichte im Nahwärmenetz, entschied man sich das Netz als gleitendes, kaltes Netz auszuführen.

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    Das Wärmenetz wird komplett durch eine Heizzentrale mit regenerativer Wärme versorgt, diese ist ausgestattet mit einer Kombination aus einem Bioerdgas-BHKW und einer Solarthermie Anlage. Während der Sommermonate (April-Oktober) hat die Solarthermie die Möglichkeit, einen hohen Anteil zur Energieerzeugung beizutragen, die Vorlauf-Temperatur im Netz schwankt während dieser Zeit zwischen 15-25°C. Die für die Beheizung und Warmwasserversorgung nötige Zieltemperatur wird über den Einsatz von dezentralen Wärmepumpen-Übergabestationen in den Häusern der Anschlussteilnehmer realisiert. Während der Wintermonate erzeugt das BHKW direkt die Wärme und das Netz wird auf max. 60-65°C Vorlauf-Temperatur betrieben. Die Überwachung und Steuerung des kompletten Netzes wird mittels künstlichem neuronalem Netz zur Erfassung der nötigen Messdaten aufgebaut. Die nach den Vorgaben der Stadtwerke angepasste Energiemanagement-Software SiMon überwacht und koordiniert das gesamte System. Die in der Software integrierte künstliche Intelligenz erlaubt es SiMon, die Wetter-Vorhersage auszuwerten, mit den Ergebnissen der Analyse des Verbraucherverhaltens zu vergleichen und daraus die Ressourcen schonendste Erzeugungsstrategie zu wählen.

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